Am 15. Juli 2026 wurden knapp 1000 Lehramtsabsolventinnen und -absolventen der Prüfungstermine Herbst 2025 und Frühjahr 2026 im Rahmen eines Festakts in der Großen Aula verabschiedet.
Im Rahmen der Veranstaltung richteten Vertreterinnen und Vertreter der Universität sowie weitere Ehrengäste Grußworte an die Absolventinnen und Absolventen sowie deren Familien und Gäste.
Zunächst richtete sich der Vizepräsident für Innovation in Lehre und Lehrkräftebildung der LMU, Prof. Dr. Jochen Kuhn, mit Glückwünschen der Hochschulleitung an die Absolventinnen und Absolventen und würdigte deren Leistung. Im Rückblick können diese stolz auf ihr Studium an der LMU und das Erreichte sein. Er betonte die enorme Wichtigkeit von Lehrkräften für die Zukunft unserer Gesellschaft und die hohe Verantwortung, die mit dem Lehrberuf einhergeht.
Anschließend gratulierte die Direktorin des MZL, Prof. Dr. Christiane Lütge, den zukünftigen Lehrerkräften zur bestandenen Ersten Staatsprüfung und nahm diese mit auf eine Zeitreise ins Jahr 2036 – mit der Frage, wie dann wohl unterrichtet werde. Sie riet den Absolventinnen und Absolventen offen zu bleiben, Innovationen zu nutzen und Unterricht immer wieder neu zu denken.
Auch Ministerialdirektor Martin Wunsch, Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, überbrachte Glückwünsche an die Absolventinnen und Absolventen und die Botschaft, dass jeder und jede einzelne an den Schulen gebraucht werde und auch nicht durch eine KI ersetzt werden könne. Lehrkräfte prägen weit mehr als den Unterricht – das machte die Rede deutlich. Sie geben Orientierung, stärken kritisches Denken und begleiten Schülerinnen und Schüler als verlässliche Vertrauenspersonen auf ihrem Weg.
Für die Festrede konnte seitens der LMU Prof. Dr. Annabell Daniel, Professorin für Allgemeine Pädagogik und Bildungsforschung, gewonnen werden. Mit großer Freude gratulierte sie den Absolventinnen und Absolventen zum bestandenen Examen und würdigte die Examensfeier als besonderen Meilenstein. Zugleich betonte sie die hohen Anforderungen des Lehrberufs und die vielfältigen Erwartungen, die an Lehrkräfte gestellt werden. Gleichzeitig hob sie die Chance hervor, aktiv etwas für mehr Bildungsgerechtigkeit zu tun, und machte deutlich, dass Menschlichkeit, Aufmerksamkeit und Zugewandtheit im Lehrberuf unersetzlich sind.
Mittelschullehrerin Franziska Hirschmann sprach abschließend über die Herausforderungen des Referendariats, vor denen viele zunächst großen Respekt haben. Es sei eine intensive Zeit, aber machbar. Besonders die Unterrichtsbesuche, die oft bis ins kleinste Detail vorbereitet werden, verlangten viel Einsatz – doch gerade dabei entstünden oftmals „magische“ Momente, wenn Lehrkraft und Schülerinnen und Schüler gemeinsam in einen Flow kommen. Diese Augenblicke, so Hirschmann, machen „süchtig“ und ihr Rat an die angehenden Lehrkräfte: das eigene Ziel stets im Blick behalten.
Für die musikalische Umrahmung des Abends und jede Menge gute Stimmung sorgte am Klavier Michel Berger von der Hochschule für Musik und Theater.
Nach dem offiziellen Teil der Feier konnten die Absolventinnen und Absolventen auf dem von der studentischen Vertretung der Lehramtsstudierenden organisierten Empfang mit ihren Familien und Freunden auf die bestandene Staatsprüfung anstoßen und gemeinsam feiern.
Der MZL gratuliert ganz herzlich zum bestandenen ersten Staatsexamen!